Antirassistische Demonstration erfolgreich trotz Naziangriff und Repressionen

Etwa 150 Leute nahmen am Samstag dem 14. April an der Demonstration unter dem Motto „Abschiebungen stoppen! Wir bleiben alle wo wir wollen!“ teil. Es wurde eine breite Öffentlichkeit erreicht und der Trauer und Wut über die rassistische Abschiebepraxis Ausdruck verliehen. Nach der Demonstration begab sich eine größere Gruppe zur Statue des Sinti-Mädchens Ehra, einem Denkmal für die während des Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma, um Blumen niederzulegen und den Opfern der Vernichtungspolitik der Nazis zu gedenken. Ein solches Gedenken ist besonders wichtig, da antiziganistische Gewalt europaweit verbreitet ist – auch in Deutschland und vor allem in den Ländern in die Deutschland die Opfer solcher Gewalt abschiebt.

Ein Ziel des Protests war es darauf Aufmerksam zu machen, dass Rassismus kein Randphänomen ist. Er wird nicht nur von einigen verwirrten Neonazis vertreten, sondern ist Staatsdoktrin. Doch auch Nazis gibt es weiterhin und eben solche griffen am Hauptbahnhof Personen an, die auf dem Weg zu der antirassistischen Demonstration waren. Ernsthaft verletzt wurde zum Glück niemand, doch die Polizei nahm nicht die drei Nazis sondern 11 (teilweise vollkommen unbeteiligte) Antirassist_innen in Gewahrsam. Immer wieder versucht die Polizei Menschen die sich gegen Faschismus und Rassismus einsetzen zu kriminalisieren. Nicht selten werden die Opfer von rechten Übergriffen zu Täter_innen gemacht. Im Polizeipräsidium wurden dann alle weiblichen Gefangenen dazu gezwungen sich auszuziehen. Diese Demütigung ist beim Düsseldorfer Polizeipräsidium üblich. Dass sich die Prozedur auf weibliche Gefangene beschränkte ist jedoch eine zusätzliche Unzumutbarkeit!

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